Richter, Gerhard
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Gerhard Richter, geboren am 9. Februar 1932 in Dresden, zählt zu den bedeutendsten Malern der deutschen Nachkriegskunst. Nach seiner Ausbildung an der Kunstakademie in Dresden studierte er ab 1961 an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er unter anderem Sigmar Polke und Blinky Palermo begegnete. Gemeinsam mit Polke prägte er den sogenannten Kapitalistischen Realismus, eine kritisch-ironische Auseinandersetzung mit der Bildwelt der Massenmedien und der westdeutschen Konsumgesellschaft. Bekannt wurde Richter zunächst durch seine nach Fotografien gemalten, häufig weichgezeichneten Bildkompositionen, die das Verhältnis von Wirklichkeit, Abbild und Malerei untersuchen. Parallel entwickelte er eine vielfältige abstrakte Praxis, in der er Farbe mit Rakeln über die Leinwand zieht, Schichten freilegt und kontrollierte ebenso wie zufällige Prozesse miteinander verbindet. Sein Werk umfasst darüber hinaus Landschaften, Porträts, Stillleben, monochrome Bilder, Druckgrafiken und Glasskulpturen und setzt sich immer wieder mit Erinnerung, deutscher Geschichte und den Möglichkeiten des Mediums Malerei auseinander.