Thomas Ruff: „phg.06 I“
- Künstler:
- Thomas Ruff
- Titel:
- phg.06 I
- Jahr:
- 2013
- Technik:
- C-Print
- Werkformat:
- 50 x 40 cm
- Auflage:
- 100
- Kategorien:
- Foto Edition geringe Auflage
Weitere Informationen zu diesem Werk
Das Werk gehört zu Thomas Ruffs Serie der digitalen Photogramme. Die abstrakte Komposition entsteht nicht durch eine fotografische Aufnahme im klassischen Sinn, sondern in einer virtuellen Dunkelkammer. Dort arrangiert Ruff computergenerierte Formen und simuliert deren Belichtung auf lichtempfindlichem Papier. Überlagerungen, Transparenzen und farbige Lichtwirkungen erzeugen ein schwebendes, schwer eindeutig lesbares Bildgeschehen. Die Arbeit verbindet damit die Ästhetik historischer Photogramme mit den Möglichkeiten digitaler Bildproduktion. Charakteristisch für Ruff ist die Untersuchung der Frage, wie fotografische Wirklichkeit technisch erzeugt und verändert werden kann.
Informationen zu diesem Künstler
Thomas Ruff (*1958 in Zell am Harmersbach) ist ein deutscher Fotograf und zählt zu den prägenden Vertretern der Düsseldorfer Fotoschule. Ab 1977 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf und wechselte 1978 in die Klasse von Bernd Becher, deren sachlich-analytische Bildauffassung sein frühes Werk beeinflusste. Bekannt wurde Ruff zunächst durch großformatige Porträts und Architekturaufnahmen, deren nüchterne Gestaltung Fragen nach Identität, Wahrnehmung und fotografischer Objektivität aufwirft. In späteren Werkgruppen untersucht er die Bedingungen fotografischer Bilder, indem er unter anderem Pressefotografien, wissenschaftliche Aufnahmen, digitale Bilddaten und Internetmaterial bearbeitet. Serien wie „nudes“, „jpeg“, „ma.r.s.“ und „press++“ thematisieren dabei die technische Vermittlung, Veränderung und Verbreitung von Bildern. Ruff lebt und arbeitet in Düsseldorf; von 2000 bis 2006 lehrte er als Professor an der dortigen Kunstakademie.
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